Trinkwasserverordnung – Wasserqualität heißt Lebensqualität

Wasser ist ein lebenswichtiges Element. Um deutschlandweit eine höchstmögliche Wasserqualität und somit auch Lebensqualität zu garantieren, gilt daher seit 2011 die aktuelle Trinkwasserverordnung. Die Trinkwasserverordnung definiert neben den allgemeinen Schutzvorschriften auch genaue Anforderungen an die Wasserqualität und beschreibt, welche Pflichten auf den Betreiber einer Großanlage zukommen. Im Dezember 2012 legte der deutsche Gesetzgeber die „Zweite Verordnung zu Änderung der Trinkwasserverordnung“ vor, die die Trinkwasserverordnung von 2011 teilweise ergänzt bzw. ablöst. Zwar bringt die neue Verordnung Entlastungen mit sich, jedoch stehen auch weiterhin die Betreiber einer Großanlage und somit die Besitzer von Immobilien, Miethäusern sowie gewerblichen und öffentlichen Gebäuden in der Verantwortung. 

Gesundheitliche Risiken senken

Die Trinkwasserverordnung legt zum Schutz der Verbraucher Grenzwerte für metallische Rückstände im Trinkwasser fest, die nicht überschritten werden dürfen. Metalle können auch schon in geringen Mengen zu gesundheitlichen Einschränkungen oder Erkrankungen führen und sind nicht selten der Grund für eine niedrige Wasserqualität. Für alte Bleirohre endete daher am 1. Dezember 2013 die Übergangsfrist. Der zuständige Wasserversorger bzw. Hauseigentümer ist verpflichtet, alte Bleirohre zu entfernen und zu ersetzen. Über noch vorhandene Bleileitungen muss der Verbraucher ab jetzt schriftlich informiert werden. Auch wenn Bleirohre schon seit den 1970er Jahren nicht mehr verbaut werden, können auch neue Installationen mit Kupferlegierung oder verzinktem Stahl im Trinkwasser Blei freisetzen. Daher sollten nur geprüfte und empfohlene Werkstoffe verwendet werden. 

Legionellen – regelmäßige Untersuchung 

Die mikrobiologische Trinkwasseruntersuchung bleibt auch in Zukunft obligatorisch, um gesundheitliche Risiken für den Verbraucher einzuschränken. Die Legionellen bilden dabei eine besondere Risikogruppe. Legionellen sind Bakterien, die im Wasser leben und sich bei Temperaturen zwischen 25 und 50 °C sehr schnell vermehren. Diese Bakterien können über Wasserdampf, auch Aerosol genannt, in die Lunge geraten und schwere Erkrankungen der Atemwege auslösen. Bei Befall ist der Betreiber verpflichtet, das Gesundheitsamt sowie die Mieter zu informieren und sofortige Gegenmaßnahmen zu ergreifen. 

Grundsätzlich sind laut Trinkwasserverordnung alle Betreiber einer Großanlage zur Trinkwassererwärmung zur mikrobiologischen Untersuchung verpflichtet, wenn die Gebäude Installationen enthalten, in denen Trinkwasser vernebelt (z. B. Duschen). Dabei werden zwei Gruppen von Betreibern unterschieden – öffentliche und gewerbliche. Zu den öffentlichen Betreibern zählen Kindergärten und andere öffentliche Einrichtungen, in denen Trinkwasser abgegeben wird. Für sie besteht eine jährliche Untersuchungspflicht. Wird Trinkwasser in einem gewerblichen Rahmen abgegeben, z. B. in größeren Miethäusern, erfolgt die Untersuchung im Drei-Jahres-Rhythmus. Die Ergebnisse der Untersuchung sowie weitere Informationen zur Wasserqualität hat der Vermieter den Mietern mindestens einmal jährlich bekannt zu geben. Auch wenn dem Trinkwasser Aufbereitungsstoffe in einer Verteilungsanlage zugeführt werden, fällt dies unter die Pflicht der Bekanntgabe.

Auch über die gesetzlichen Untersuchungen hinaus ist es unverzichtbar, jede Veränderung des Trinkwassers, z. B. Geschmack oder Geruch, zu melden und untersuchen zu lassen. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin mit unseren Profis vor Ort!

Bilder: Honeywell

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