Das wichtigste vorweg: DieFörderung für den Einbau von Wärmepumpenund die energetische Sanierung von Gebäuden wollen CDU/CSU und SPD mit der Bundesförderung effiziente Gebäude mindestens bis 2029 fortführen.
Aus dem GEG wird künftig das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) – und das umstrittene „Heizungsgesetz“ soll in seiner bisherigen Form entfallen. Doch was bedeutet das konkret für Eigentümer mit Öl- oder Gasheizung? Wird jetzt wirklich alles wieder einfacher? Und warum kann Heizen trotz Technologieoffenheit künftig teurer werden? Wir ordnen die wichtigsten Punkte verständlich ein.
65-Prozent-EE-Pflicht soll wegfallen
Kern der Reform ist die Streichung der Paragrafen 71 bis 71p sowie §72 des bisherigen GEG. Damit entfällt auch die bekannte 65-Prozent-EE-Pflicht beim Heizungstausch.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick:
- Die Paragrafen 71 bis 71p sowie §72 entfallen im neuen GMG.
- Die Pflicht zum Einbau einer Heizung mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien wird gestrichen.
- Die Kopplung an die kommunale Wärmeplanung entfällt.
- Das Betriebsverbot für 30 Jahre alte Standard-Öl- und Gasheizungen wird aufgehoben.
- Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)bleibt laut Eckpunktepapier mindestens bis 2029 bestehen.
Technologieoffen – aber mit „Bio-Treppe“
Auch wenn künftig jede Heiztechnologie wieder zulässig sein soll: Ganz ohne erneuerbare Energien geht es nicht. Geplant ist eine sogenannte Bio-Treppe. Sie schreibt vor, dass neu installierte Öl- und Gasheizungen ab 2029 schrittweise steigende Anteile CO₂-neutraler Brennstoffe nutzen müssen.
- Start: 10 Prozent
- Danach: drei weitere Anhebungsschritte bis 2040
- Ziel: deutliche Erhöhung des Anteils klimafreundlicher Brennstoffe
Zum Vergleich: Das aktuelle GEG beginnt bei 15 Prozent – also ambitionierter als der neue Einstieg im GMG.
Förderung bleibt bis 2029
Förderung für eine energetische Sanierung von Gebäuden oder auch Wärmepumpen im Sinne der Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) sei bis mindestens 2029 sichergestellt, heißt es weiter. Auch der Ausbau der Fernwärme werde gestärkt und verbraucherfreundlicher ausgestaltet.
Achtung: Warum Öl- und Gasheizungen teurer werden können
Auf den ersten Blick vermittelt das GMG den Eindruck: Alles ist wieder erlaubt. In der Praxis könnten jedoch mehrere Faktoren zu deutlich steigenden Heizkosten führen:
- Steigender CO₂-Preis
- Beimischungspflichten für klimafreundliche Brennstoffe
- Begrenzte Verfügbarkeit von Bio-Brennstoffen
Das knappe Angebot an erneuerbaren Brennstoffen kann die Preise zusätzlich erhöhen. Zwar soll der CO₂-Preis für den Anteil klimafreundlicher Brennstoffe entfallen – dennoch bleibt das Gesamtkostenrisiko. Wer heute eine neue Öl- oder Gasheizung plant, sollte deshalb nicht nur die Anschaffungskosten betrachten, sondern vor allem die langfristige Betriebskostenentwicklung.
Wann tritt das GMG in Kraft?
Aktuell handelt es sich um ein Eckpunktepapier. Der nächste Schritt ist ein konkreter Gesetzesentwurf, dem der Bundesrat zustimmen muss. Nach Aussagen der Verantwortlichen könnte das neue Gebäudemodernisierungsgesetz noch vor Juli 2026 in Kraft treten. Bis dahin gelten weiterhin die aktuellen Regelungen des GEG sowie die bestehenden Förderbedingungen.
Unsere Einschätzung: Jetzt strategisch denken
Technologieoffenheit bedeutet nicht automatisch Kostensicherheit. Die politische Richtung bleibt klar: Fossile Brennstoffe werden langfristig teurer – durch CO₂-Bepreisung, Beimischungspflichten und wachsende regulatorische Anforderungen.
Wer heute modernisiert, sollte deshalb nicht nur fragen:Was darf ich?, sondern vor allem: Was ist langfristig wirtschaftlich sinnvoll? Systeme mit hohem Anteil erneuerbarer Energien – insbesondere Wärmepumpenlösungen – bieten aktuell die größte Preis- und Planungssicherheit. Gleichzeitig sind die Förderbedingungen weiterhin attraktiv.
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