Dr. Vera Winde von Hydroisotop kam nach Köln zu uns. Die promovierte Geologin und gelernte Biologin hat uns im Schnelldurchgang erklärt, dass Isotopen sich durch ihr Gewicht unterscheiden, da der Atomkern mehr Neutronen enthält. Deswegen regnen schwere Isotope auch leichter ab und leichte verdunsten schneller. Das führt geographisch und im Jahresverlauf zu unterschiedlichen Isotopenverteilungen im Regenwasser. Wenn Trinkwasser dagegen aus Grundwasser gewonnen wird, liegt eine stabile, typische Zusammensetzung der Isotope vor.
Um herauszufinden, woher ein Wasserschaden kommt, schaut sich das Labor nur die Isotopenverteilung des Wassers an. Die Häufigkeit von je zwei Wasserstoff- und Sauerstoff-Isotopen wird gemessen und ein Verhältnis gebildet. Dabei werden Verdunstungs- und Kondensationsprozesse berücksichtigt, damit Rückschlüsse auf ein Ursprungsverhältnis gezogen werden können. Der entsprechende Wert wird zur mittleren globalen Niederschlagsgeraden in Beziehung gesetzt. Daraus leitet man ab, welches Wasser den Schaden verursacht hat.
Für uns als Probenehmer bedeutet das, dass wir dem Labor auch einige Hintergrundinformationen liefern müssen: vor allem Temperatur und relative Luftfeuchte. Wir müssen außerdem mindestens eine Referenzprobe des örtlichen Leitungswassers mitbringen, unter anderem auch Proben weiterer möglicher Quellen wie Heizungswasser, Kondenswasser oder eines eventuellen vorhandenen Pools.
Für die Probenahme selbst haben wir eine komplette Checkliste bekommen und sie lange besprochen.
Danke, Dr. Winde – es war mega-spannend!















02203 - 9352410
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Ausstellung:
Nach Terminabsprache